Volontäre

teamVolontäre erfüllen bei Deepam eine wichtige Rolle, und wir bieten ihnen eine schöne Arbeitsgelegenheit. Unsere Kinder sprechen nur Tamil, und es braucht einige Zeit, den Hintergrund der indischen Kultur zu verstehen. Es dauert ungefähr drei Monate, sich hier zurechtzufinden und anzufangen, wirklich einen eigenen Beitrag zu leisten. Volontäre mit Erfahrung in unserem Feld und einer Ausbildung etwa in Physio-, Beschäftigungs- oder Sprachtherapie und Sonderpädagogik sind sehr willkommen. Sie sollten mindestens 6 Monate, am besten ein ganzes Jahr bleiben, was für alle Beteiligten günstig ist. Die meisten unserer Volontäre bleiben in Kontakt mit uns und kommen auf Besuch zurück. Wer interessiert daran ist, mit uns zu arbeiten und Genaueres wissen will, soll uns gern kontaktieren. Wir helfen mit Informationen in Bezug auf Visa-Regeln, Transport vom Flughaben und günstige Unterkünfte.

Stimmen der Volontäre*Innen:

IsabellIsabell hat 2008 bei Deepam gearbeitet
Ich bin aus Deutschland und 24 Jahre alt. Nach dem Ende meiner Ausbildung als Sprachtherapeutin kam ich nach Auroville, um bei Deepam sechs Monate als Volontärin zu arbeiten. Zusammen mit Selvi, der Sprachtherapeutin, oder allein, gab ich individuelle Therapiesitzungen. Es gibt einen großen Bedarf an therapeutischer Fürsorge bei diesen Kindern. Ich habe das Gefühl, eine Arbeit zu machen, die wirklich nützlich ist und zugleich gibt sie Befriedigung. Weil ich kein Tamil spreche, konzentriere ich mich auf Übungen für Mund, Zunge und Aussprache. Malunterricht, Morgenübungen, Handarbeiten und das Austeilen des Essens gehören auch zu meinen Aufgaben. Ich liebe es, mit den Kindern unserer Ganztagsgruppe und denen, die zur ambulanten Therapie kommen, zu arbeiten. Meine frohen und sehr netten Kollegen tragen sehr viel zu meinen guten und heimatlichen Gefühlen bei Deepam bei. Außerdem lerne ich noch ein wunderbares fremdes Land mit seinen interessanten Gebräuchen und Traditionen kennen, das völlig anders ist als mein eigenes. Ich fühle mich glücklich und geehrt, diese besondere Erfahrung machen zu dürfen.

StephanieStephanie hat 2011-12 bei Deepam gearbeitetLiebe Deepam-Leute
Jede/r von euch ist so schön und besonders in seiner / ihrer wundervollen Art
Ich liebe euch sehr und ihr seid sehr wertvoll für mich geworden. Ich bin tief berührt und sehr dankbar, euch getroffen zu haben
Es ist nicht leicht für mich, jetzt zu gehen, aber es scheint Zeit zu sein, weiterzuziehen.Ich werde die Liebe und alles, was ich hier erlebt habe, auf meinem Weg mitnehmen.Ganz vielen Dank, dass ihr mir gezeigt habt, wer ihr seid und danke dafür, dass ich ihr mich die habt sein lassen, die ich bin!

Stephanie ist Beschäftigungstherapeutin, die 2011/12 zehn Monate mit uns bei Deepam gearbeitet hat. “Jenseits von Worten” hat sie in unser Gäste-Buch geschrieben.

ClaraClara hat 2011 bei Deepam gearbeitet.
Vom ersten Moment an habe ich mich bei Deepam willkommen gefühlt, und Tag für Tag bin ich mehr und mehr hineingewachsen. Als Ein-Jahres-Volontäre sind wir voll ins nette Team integriert worden. Wir hatten unseren regelmäßigen Stundenplan mit Einzel-und Gruppen-Stunden. Das heißt, dass ich mit verschiedenen Kindern und Kleingruppen gearbeitet habe. Ich habe z.B. den Musik- und Bewegungs-Unterricht gestaltet, wo wir Übungen machen, um den Körper kennenzulernen und die Koordinationsfähigkeit zu traineren. In einer meiner Einzelsitzungen arbeite ich mit Ruthrapati, einem 9 Jahre alten tauben Jungen. Ihm bringe ich Zahlen bei, übe das Schneiden mit der Schere, Malen und andere Handarbeiten, und wir spielen. Er ist nie zur Schule gegangen, bis er vor 10 Monaten hierherkam. Wir haben viel Spaß, wenn wir miteinander lernen, denn er ist sehr motiviert und begreift Dinge schnell. Ich habe außerdem die Möglichkeit, einem Physiotherapeutin bei seiner Arbeit mit einem Jungen im Rollstuhl zu helfen und einem anderen Jungen, der unter schweren Spastiken leidet.
Die Herausforderung, sich gegenseitig sprachlich zu verstehen, war nicht so groß wie ich erwartet hatte. Ich habe einen guten Weg gefunden, bei der Kommunikation Tamil, Englisch und die Deepam-Zeichensprache zu mischen, die hier entstanden ist, weil viele Kinder taub sind. Ich bin beeindruckt, wie die Kinder lernen und sich entwickeln. Es ist ein unglaubliches Gefühl, die Fortschritte zu sehen und ich habe mich entschieden, selbst eine Ausbildung als Beschäftigungstherapeutin anzufangen. Meine Zeit hier ist zu schnell vergangen und war voller spannender Erfahrungen. Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass der Aufenthalt hier mich in so einer Weise beeinflussen würde. Danke, Deepam!

CharlotteCharlotte hat 2011 bei Deepam gearbeitet
Fast zehn Monate habe ich nun bei Deepam als Volontärin gearbeitet und der Gedanke, mich in zwei Monaten, wenn mein Ein-Jahres-Programm in Indien zu Ende geht, zu verabschieden, fühlt sich unglaublich traurig an. Während meiner Zeit hier habe ich alle Kinder bei Deepam kennen und lieben gelernt. Ich habe viel über die Kinder und ihre besonderen Bedürfnisse gelernt, aber auch viel über Indien und seine Kultur – und genauso viel über mich selbst. Ich bin fasziniert, wie die körperlich beeinträchtigten Kinder und ihre Familien mit ihren Behinderungen im Alltag umgehen. Periyasamy zum Beispiel, ein 15-jähriger Junge im Rollstuhl, kriecht bei Deepam die Treppen herauf und zuhause ist es ganz unmöglich, seinen Rollstuhl zu benutzen, weil der Raum zu klein ist, aber er beklagt sich nie.
Als ich ankam, dachte ich, dass ich nie in der Lage sein würde, mir all die komplizierten indischen Namen zu merken. Weil ich kein Tamil sprach und nur sehr wenige Kinder ein bisschen Englisch können, erschien mir die Sprachbarriere riesig. Aber als die Zeit verging, fanden wir Wege, auch ganz ohne Worte zu kommunizieren. Wenn ich Sarasu, ein 14-jähriges Mädchen mit großem Hörverlust etwas beibringe, muss ich nicht viel mit ihr sprechen, um ihr die Rechenaufgaben mit der Hilfe des Unterrichtsmaterials zu erklären. Außerdem haben die Kinder ihre eigene Zeichensprache entwickelt und es ist so schön, all diese verschiedenen Kinder miteinander in Interaktion zu sehen.
Ich bin sicher, ich werde die Zeit hier bei Deepam nie vergessen!

AhmadAhmad hat 2009 bei Deepam gearbeitet
Ich bin ein 30 Jahre alter Physiotherapeut aus dem Iran und habe die letzten vier Jahre in Indien gelebt und gearbeitet. Ich habe immer überlegt, wie ich mich für die Freundlichkeit und Großzügigkeit der wunderbaren Menschen in diesem schönen Land revanchieren kann. Das sechs Monate lange Volontärs-Programm der Deepam-Familie hat mir schließlich zu dieser Möglichkeit verholfen. Zusätzlich zum extremen Gefühl der Befriedigung, die es macht, mit Dorfkindern zu arbeiten, die von Behinderungen betroffen sind, hat die Erfahrung bei Deepam für ein Weltklasse-Training gesorgt und hoffentlich auch für eine internationale Anerkennung.
Deshalb: Danke, Deepam für die Gelegenheit und: Danke, Indien, so ein großartiger Gastgeber zu sein!

RebeccaRebecca hat 2009-10 bei Deepam gearbeitet
Einige Jahre lang hatte ich den Traum, nach dem Abitur in Deutschland in ein fremdes Land zu gehen und mit von Behinderung betroffenen Kindern zu arbeiten.
Ich hatte Glück und habe die Chance erhalten, als Volontärin an diesem schönen Platz zu arbeiten. Hier kann ich zu den Zielen von Deepam beitragen und die Erfahrung aus meiner Ausbildung in Deutschland teilen. Meine Hauptarbeit betrifft die Kinder der Ganztagsgruppe. An einigen Tagen bin ich dafür verantwortlich, die Morgenübungen vorzubereiten. Ich mache auch individuelle Arbeit mit einigen der Kinder. Ich bringe ihnen lesen, schreiben und einfache Rechenoperationen bei. Man braucht eine Menge Geduld dazu, aber es ist eine Belohnung, zu sehen, dass die Kinder wirklich motiviert und glücklich werden, wenn sie sich verbessern. Ich kann mich auch bei den Malklassen und anderen kreativen Tätigkeiten einbringen. Bei Deepam fühle ich mich herzlich willkommen umd merke, dass ich viel mehr von den Kindern bekomme als ich ihnen geben kann. Ich bin Deepam dankbar, mir diese Gelegenheit verschafft zu haben, mit diesen wunderbaren Kindern zusammen zu sein und teil des Teams zu sein.

JuliaJulia hat 2009-10 bei Deepam gearbeitet
Nach dem Abitur in Deutschland habe ich entschieden, ein Jahr Sozialarbeit in Auroville zu machen. Jeden Tag lerne ich eine Menge von den Kindern und dem Team bei Deepam. Außerdem werde ich mit einem großen Gefühl der Befriedigung belohnt. Diese Kinder sind wunderbar, weil sie alle besonders sind. Sie haben keine großen Erwartungen an ihr Leben – und scheinen dennoch zufrieden zu sein. Es ist ein Vergnügen, zu sehen, dass sie glücklich sind. Ich arbeite mit ihnen in kleinen Gruppen oder einzeln und lehre sie einfache Mathematik, Handarbeiten, Farben benennen und Zählen, zur Toilette zu gehen, Schwimmen, Tanzen und Singen. Außerdem helfe ich ihnen, ihre Koordinationsfähigkeiten mit einfachen Übungen und Spielen zu verbessern. Einmal in der Woche bin ich für den Morgenkreis verantwortlich, was mir viel Raum für Kreativität lässt. Ich freue mich darüber, neue Lehr- und Behandlungsmethoden zu entdecken. Weil ich den Wunsch habe, später Physiotherapie zu lernen, gibt mir die Volontärszeit bei Deepam die Chance, mit Fachleuten zusammenzuarbeiten. Deepam ist meine neue Heimat. Ich bin glücklich, Teil davon zu sein.

Julia aus USA hat uns eine süße Mail geschickt:
Hallo von Julia, die von vor ein paar Jahren. Ich studiere jetzt Sozialarbeit an der School of Social Work in der University of Washington. Ich bin im zweiten Jahr und ich genieße es. Es tut mir leid, dass ich nicht früher geschrieben habe. Es ist kaum ein Tag vergangen, an dem ich nicht an euch alle und an meine Erfahrungen bei euch gedacht habe. Bilder von den Kindern hängen bei mir zuhause. Sie haben alle einen speziellen Platz in meinem Herzen wie auch ihr alle. Bitte sagt den Kindern, dass ich sie grüße (Vanitha, Nagammal, Suresh, Sundar, Sathya, Ajai, Ranjith, Elumalai, Subash, Kannan, Lakshmi, Gandhi, Nanthya, Sarasu, Vinoth, Nishant, Mani, Suresh, Kalaimathy and Velmurugan). Und bitte gebt Anjalai eine spezielle Umarmung. Sie war diejenige, die mich nie verlassen hat. Hallo an alle Lehrer und Mitarbeiter. Danke für alle Fahrten auf dem Motorrad und danke, dass ihr mir die reale Sozialarbeit gezeigt habt. Danke dafür, dass ihr mich aufgenommen habt und mich so viel über das Lieben gelehrt habt.

Mareike Nach dem Studium war für mich klar. Ich muss erst mal raus. Und das Weltwärts-Jahr in Deepam war da genau das Richtige für mich. Von Anfang an habe ich mich willkommen gefühlt – von den Kindern sowohl als vom Team. Es hat mir so gut dort gefallen, dass ich sogar um 3 Monate verlängert habe.
Besonders am Herzen lag mir während meiner Tätigkeit in Deepam der handwerkliche Bereich. U.a. startete ich eine Stick-Gruppe und arbeitete viel mit der Tretlaubsäge, die wir uns während meines Aufenthaltes in Deepam anschafften.Wann immer ich nach Deepam zurück komme, sehe ich positive Veränderungen. Es ist schön zu sehen, wie die Kinder aber auch jedes Team-Mitglied sich entwickeln und neue Ideen einbringen. 2016 war ich besonders von Cathy und Babu begeistert, die dem handwerklichen Training einen neuen Aufwind gaben. Durch ihre offensichtliche Freude und Geduld konnten sie mit neuen Ideen die Kreativität und Eigenverantwortung der Kinder stärken.Auch habe ich mit Freude beobachten können, wie Gopal und Joyce – jeder auf seiner eigene Art und Weise – den Kindern Tanz- und Eurythmie-Unterricht gaben und – trotz des starken Regens – beim letzten Deepam Fest ein wunderbares Programm zusammen stellten.Ich freue mich jedes Mal, wieder nach Indien zu kommen und ganz besonders Deepam zu besuchen. Und das war bestimmt nicht das letzte Mal für mic

Malina:
Mein Leben veränderte sich schlagartig, als ich mich aufmachte, ein Jahr lang bei Deepam freiwillig zu arbeiten. Besonders zu Beginn war diese Veränderung nicht immer einfach, aber die Mitarbeiter und Kinder bei Deepam nahmen mich so herzlich auf, dass mir nie der Mut ausging, meine Entscheidung zu bejahen. Ich habe Indien mit seinen vielen Gegensätzen der modernen, globalisierten Welt erfahren. Beispielsweise konnte ich auf dem Weg zur Arbeit beobachten, wie Frauen in bunten Saris traditionelle südindische Kolams(Manadalas) vor ihrer Haustür malten, obwohl drumherum Plastikmüll lag. Gleichzeitig überquerte ein alter Mann im Lungi(ein traditionielles Hüfttuch) die Straße und Touristen mit Tatoos und einem I-Pod kamen mir auf einem Moped entgegen. Ich war immer wieder berührt von der indischen und hinduistischen Tradition, die neben den westlichen Einflüssen bestehen bleibt.

Auch bei Deepam treffen sich verschiedene Kulturen, und es wird für sie aktiv Raum und Zeit geschaffen. So feierten wir indische Feste wie Deewali und Pongal genauso enthusiastisch wie Weihnachten. Ich lernte einige süd-indische Leckereien zuzubereiten, wie zum Beispiel Vadai, und wir haben gemeinsam deutsche Weihnachtsplätzchen gebacken. Im Januar feierten wir Pongal, das Reiserntefest. Milchreis wird in einem Tontopf über offenem Feuer zum Überkochen gebracht. Zu Ostern haben wir mit den Kindern Eier bemalt und sie haben sie später im Garten gesucht.

Bei Deepam geben alle Mitarbeiter ihr bestes, um die Entwicklung jedes Kindes zu fördern und ihre Eltern zu unterstützen. Von Beginn an schätzte und bewunderte ich, was in Deepam aufgebaut wurde, und wollte meinen Teil beitragen. Die Entwicklung der einzelnen Kinder über ein Jahr zu beobachten, hat mich häufig zum Staunen gebracht. Beispielsweise war es mir eine große Freude, Dharani, eine junge Frau mit Epilepsie und Lernverzögerung, in Mathe zu unterrichten und ihre Fortschritte im Verständnis des Zahlensystems zu verfolgen. Gleichzeitig lernte ich viel über die Arbeit mit Kindern mit Behinderungen und über mich selbst. All diese Erfahrungen sind unerklärbar wertvoll für mich und ich bin sehr glücklich, die Chance genutzt zu haben, ein ganzes Jahr in Indien zu leben und bei Deepam mit zu arbeiten. Dieses Jahr verging viel zu schnell und es fiel mir schwer mich zu verabschieden. Den Mitarbeitern bei Deepam möchte ich für diese lehrreiche, schöne Zeit in meinem Leben und für ihr aufrichtiges Engagement danke

Hannah:
2014 / 2015 war ich mit dem Weltwärts-Programm bei Deepam. Von Anfang an war klar, dass ein Jahr lang in Indien und Auroville eine ganz besondere Zeit werden würde. Und genauso war es auch! Wenn ich auf diesen Freiwilligendienst zurückblicke, dann habe ich hier einmalige Erfahrungen gesammelt, die mir den Rest meines Lebens erhalten bleiben. Bei Deepam wurde ich von Beginn an in alle wichtigen Tätigkeiten einbezogen, mir wurde Verantwortung übertragen, ohne dabei alleine gelassen zu werden. Für all meine Fragen, aber auch meine Ideen gab es immer ein offenes Ohr. Zurück in Deutschland habe ich mein Masterstudium in „Klinischer Psychologie“ begonnen. Schnell war für mich klar, dass ich noch einmal nach Indien zurück möchte. So studiere ich seit November 2016 ein Semester lang Psychologie an der Pondicherry University. Neben der Uni verbringe ich immer noch viel Zeit bei Deepam, sowohl mit dem Team als auch mit unseren Kindern und Jugendlichen. Es ist etwas Besonderes, mit einem sozialen Projekt auf der anderen Seite der Welt nicht nur in Kontakt zu bleiben, sondern auch immer wieder herzlich willkommen geheißen zu werden und eine Verbindung aufrecht zu halten. Die Arbeit hier ist herausfordernd, ohne Frage, aber was man dafür zurück bekommt, ist unbezahlbar und nicht in Worte zu fasse

Klaus:
Es ist nun schon über 10 Jahre her, dass ich nach Deepam kam, um einen Frewilligendienst zu leisten, der meinen Wehrdienst ersetzen würde. Schon vor meiner Abreise war ich entschlossen, so viel Tamil wie nur irgend möglich aufzuschnappen. Neben der wundervoll freundlichen Atmosphäre die nun einmal entsteht, wenn immer Kinder lachen, war Deepam auch hierfür ein großartiger Ort. Auch wenn die Kinder zumindest einige grundlegende Sachen auf Englisch kommunizieren können, hatte ich doch das starke Gefühl, dass ich dadurch, dass ich Tamil sprechen lernte, eine ganz besondere Beziehung zu vielen von ihnen und natürlich auch zu meinen Kollegen aufbauen konnte.
Wie gesagt, viele Jahre sind seitdem schon ins Land gegangen, Jahre in denen ich tatsächlich Tamil an der Universität studierte und hin und wieder auch in Deepam vorbei schaute. Bei meinem letzten Besuch vor einem Jahr bewegte es mich sehr zu sehen, dass sich viele der Kinder, sogar einige, die damals noch sehr sehr klein gewesen waren, nach zehn Jahren noch immer an mich erinnerten, meinen Namen noch wussten und Geschichten erzählen konnten von Dingen, die ich damals gemacht hatte und sogar selbst schon vergessen hatte.