Unser Team

IMG_9133Unser Team bewältigt viele Aufgaben
Alle unsere Mitarbeiter haben verschiedene Aufgaben und Verantwortungsbereiche – je nach ihren Fähigkeiten und dem, was gebraucht wird. Die Aufgaben umfassen Einkaufen, Saubermachen, Instandhaltung des Materials, des Gebäudes und unseres Schulbusses. Bei Deepam machen wir unser eigenes Fundraising und die Buchführung, die von der landes- und bundesstaatlichen Regierung geprüft wird. Wir zahlen Gehälter und Beiträge für den Provident Fund (eine Spzialversicherung) für unsere Mitarbeiter und haben noch andere Verwaltungsaufgaben. Unsere eigentliche Arbeit mit den Kindern hat viele Facetten, weil wir mit Kindern verschiedener Altersgruppen, Behinderungen und Bedürfnisse arbeiten. Wir sorgen für Gesundheitsversorgung und Ernährung, Erziehung und Therapien für die Kinder, hinzu kommt die Unterstützung ihrer Familien.
Auch unsere Mitarbeiter und Volontäre kommen aus einem weiten Herkunfts-Spektrum. Die Zusammenarbeit kann eine Herausforderung sein und ist gleichzeitig sehr bereichernd. Jeden Montag Nachmittag haben wir unsere Mitarbeiter-Besprechung, was sehr wichtig ist, um zu besprechen was anliegt: organisatorische Dinge, was uns an den Kinder auffällt und Probleme, die gelöst werden wollen. Manche Themen kommen immer wieder vor. Manchmal haben wir unterschiedliche Auffassungen, aber wir finden immer Lösungen, die für jeden akzeptabel sind. Jeder, der bei  Deepam anfängt zu arbeiten, bekommt ein eigenes Training, das auf unsere Bedürfnisse ausgerichtet ist. Im Lauf der Jahre haben einige Fachleute aus dem Ausland als freiwillige Helfer ihr Wissen mit uns geteilt. Einige von ihnen halten engen Kontakt und kommen wieder. Wir streben danach, unsere Fachkenntnisse und unser Programm immer weiter zu verbessern.

 

Unsere Mitarbeiter erzählen von sich:

AngilkaAngelika

Es war im Januar 1992, als ich nach Auroville kam, ursprünglich mit der Absicht, nur ein Jahr zu bleiben. Ich bin sehr dankbar für all die Jahre und die Herausforderungen, die mir begegnet sind und die mir geholfen haben, persönlich zu wachsen. Als das kleine Projekt unter den Bäumen begann, war es unvorstellbar vorherzusehen, wo wir jetzt stehen. Deepam ist langsam gewachsen – wir haben nur dann einen Sprung gemacht, wenn wir die Ressourcen und die geeigneten Mitarbeiter hatten, um zu expandieren. Ich bin all den vielen Menschen dankbar, die beim Aufbau geholfen haben. Über die Jahre haben viele Volontäre und unsere Mitarbeiter hart gearbeitet. Ohne die finanzielle Hilfe unserer Spender wäre Deepam nicht das geworden, was es ist.

Als ausgebildete Ergotherapeutin habe ich eine gute Grundlage für diese Arbeit, aber ich war nicht auf die Herausforderungen vorbereitet, die mich in Indien erwartet haben – Kinder mit Polio, Gehörschäden und mit Unterernährung. Ich finde es immer noch hart, all die Unterschiede und Extreme in Indien zu ertragen und mit der Armut umzugehen. Ich musste lernen, wie Spenden gesammelt werden können, wie ein Projekt mit zunehmenden Verwaltungsaufgaben aufgebaut und geleitet wird und wie wir mit Mitarbeitern und Volontären zusammen arbeiten. Ich spüre tiefe Dankbarkeit, Selvi kennengelernt zu haben. Sie ist nicht nur eine wundervolle und extrem verlässliche Co-Chefin bei Deepam, sondern ist eine meiner liebsten Freundinnen geworden. Ich lerne viel im Austausch mit den Tamilen in unserem Team, die oft eine ganz andere Herangehensweise an Probleme haben. Mein Leben ist reich und bunt. Ich habe wunderbare Menschen aus aller Welt kennengelernt. Am liebsten arbeite ich mit den sogenannten “schwierigen Kindern” aus den lokalen Dörfern und aus Auroville, deren Eltern viel Führung brauchen. Ich liebe es – mit Einfühlungsvermögen, Bestimmtheit, Klarheit und Unterstützung machen diese Kinder Fortschritte, und ich kann auch von ihnen lernen. Diese Kinder sind in ihrem Innersten besonders schön und sehr empfänglich, wenn sie die richtige Hilfe bekommen.

 

Selvi
Von der Ausbildung her bin ich Krankenschwester. Zu Deepam bin ich 1999 gestoßen. Ich war schnell fasziniert und sehr interessiert an dieser Arbeit mit Kindern, die besondere Hilfe brauchen. Als ich bei Deepam angefangen habe, hat mich Angelika gefragt, ob ich mir vorstellen kann, mehr über Sprachtherapie zu lernen, weil wir sehr viele Kinder mit Gehörverlust und anderen Problemen, die mit Sprache verbunden sind, haben. Ich hatte das Glück, dass eine Zeitlang eine professionelle Sprachtherapeutin von außerhalb gekommen ist, um die Kinder bei Deepam zu behandeln. Sie gab mir ein wirklich gutes Training. Als sie ins Ausland ging, war ich fähig, selbständig weiterzumachen. Deepam ist ein Ort, an dem ich die Chance habe, mehr zu lernen. Spezialisten arbeiten eine Zeitlang als Volontäre bei uns mit, und es ist hilfreich für sie und für mich, Erfahrungen und Ideen auszutauschen. Ich habe nie die Chance versäumt, etwas Neues zu lernen. Am Ende passe ich es an meinen eigenen Stil an. Meine Lieblingsarbeit mit Kindern aus den Dörfern oder aus Auroville gilt denen, die hörbehindert sind oder aus anderen Gründen Probleme haben, sich auszudrücken. Das ist ein komplexes Feld, denn jedes Kind ist unterschiedlich und wir müssen die Familiensituation berücksichtigen. Was für eine Freude es ist, diese Kinder ihre ersten Worte sagen zu hören! Ich bin glücklich, einigen unserer Kinder nach und nach sprechen, lesen und schreiben beibringen zu können.
2003 bin ich eine der Geschäftsführerinnen bei Deepam geworden. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe für mich. Täglich lerne ich mehr darüber, wie man ein Projekt leitet. Wir sind mit vielen Problemen konfrontiert, zum Beispiel bei der Anmeldung unseres Schulbusses, mit unverschämten Fahrern oder auch mit Anliegen unserer Angestellten. Als Frau eine Leitungsfunktion zu haben, ist in einer Männerwelt nicht einfach. Angelika unterstützt mich sehr – wir ergänzen einander und machen das Beste aus beiden Welten, meinem indischen kulturellen Hintergrund und ihrer westlichen Herangehensweise. Deepam würde nicht existieren und nicht aufrecht zu erhalten sein ohne Angelikas kontinuierliche Fundraising-Anstrengungen. Wir sind ja von Spenden abhängig. Meine Aufgabe in der Verwaltung ist die Verantwortung für die Buchhaltung. Die jährliche Buchprüfung ist ein ziemlich mühsam und wir brauchen dafür Hilfe von einem professionellen Buchhalter.
2007 haben es mir unsere Deepam-Freunde ermöglicht, Deutschland zu besuchen – für mich war dies die erste Auslandsreise! Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung, die meinen Horizont sehr erweitert hat. Sowohl die Arbeits- wie die Lebensqualität haben mich beeindruckt und inspiriert – einiges,  was ich dort kennengelernt habe, konnte ich  hier in die Praxis umsetzen. Ich bin stolz darauf, bei Deepam arbeiten zu dürfen – mit meinen freundlichen Kollegen und den motivierten Volontären.

 

PalaniPalani
Seit 2001 arbeite ich bei Deepam. Ich bin als Multiple Rehabilitation Technician ausgebildet. Als ich zu Deepam kam, übernahm ich nach und nach die Koordination des Ganztags-Programms für 25 Kinder und Jugendliche. Diese Arbeit ist wunderbar für mich und ich lerne viel dabei. Es ist eine große Chance und Bereicherung, Ideen mit meinen Kollegen und den Volontären aus dem Ausland zu teilen. Wir haben einen Stundenplan mit eher schulischem Programm am Morgen und praktischen Handarbeits- und Handwerks-Sitzungen am Nachmittag ausgearbeitet. Unser Ziel ist, dass die Kinder hoffentlich selbständig leben können, wenn sie älter werden. Wir sorgen mit einfachen Methoden für eine grundlegende Erziehung. Weil viele von ihnen sehr schüchtern und ängstlich sind, verwenden wir auch Lieder, Spiele und Theatertechniken, um das langsam zu überwinden.
Einige sind über 18, aber vom geistigen Alter her viel jünger. Wir müssen sie unterschiedlich ansprechen. Wir trainieren mit ihnen Alltagsaktivitäten, schicken sie einkaufen, zur Post, lassen sie Telefongespräche führen, Messungen durchführen und machen Kochstunden mit ihnen. Die meisten von ihnen haben keine Toilette zuhause. Sie brauchen Übung, wie man sie benutzt und wie man sich die Hände richtig wäscht. All das braucht häufige Wiederholungen. Gesundheitserziehung ist Teil unserer Arbeit, weil viele von ihnen zu niedringe Hämoglobinwerte im Blut haben. Wir sorgen für gesundes Essen und ermuntern sie, rohes Gemüse zu essen, was in unserer Kultur nicht üblich ist. Viele von ihnen haben schlechte Zähne. Wir lassen sie üben, wie man die Zähne nach dem Essen richtig putzt. Einmal im Jahr bekommen sie eine Kontrolluntersuchung vom Zahnarzt aus der Nachbarschaft.
Ein grundlegender Aspekt all unserer Aktivitäten ist es, soziales Verhalten zu lehren: Respekt, Rücksicht und Hilfsbereitschaft. Bei Deepam kann ich Schwierigkeiten mit den anderen Team-Mitgliedern besprechen, und wir finden Lösungen. Deepam hilft, das persönliche Leben der Menschen, die dort arbeiten, zu verbessern. Ich habe viele Freiheiten, meine Träume umzusetzen und das Leben der Kinder zu verbessern, die uns anvertraut sind. Bei Deepam fühle ich mich zu Hause

 

GopalGopal
Ich arbeite seit 2006 bei Deepam. Ich habe eine Ausbildung in gemeindenaher Rehabilitation mit einem Diplom-Abschluss absolviert: dem DCBR (Diploma in Community Based Rehabilitation). Meine Hauptarbeit ist die Sprachtherapie für Kinder mit Hörbehinderung. Ich bin auch für die Wartung der Hörgeräte und für die Anpassung an die Ohrpasstücke zuständig. Jede Woche kontrolliere ich mit einem Otoskop die Ohren jedes Kinds in unserer Ganztagsgruppe. Viele haben häufige Infektionen, oder ihre Gehörgänge sind durch Ohrenschmalz verstopft. Wenn nötig, überweise ich sie zum Arzt und übernehme die Nachsorge. Viele unserer älteren Kinder lehre ich die Alltagsfertigkeiten “activities of daily living” (ADL): den Gebrauch von Geld, das Verständnis für Zeit und Uhren, das Zähneputzen und die Toilettenbenutzung. Als Team versuchen wir unser Bestes und arbeiten nett miteinander. Als ich selbst ein Baby von acht Monaten war, hatte ich Fieber und litt an Polio; einige Muskeln meines linken Beins blieben gelähmt. Selbst körperlich beeinträchtigt, verstehe ich, was unsere Kinder draußen durchmachen. In unserer Gesellschaft werden Menschen mit Behinderungen als minderwertig angesehen und oft roh und respektlos behandelt. Es ist mir oft passiert, dass mich Menschen als geistesgestört behandelt haben, nur weil ich nicht ordentlich laufen kann. Bei Deepam werden die Kinder beschützt und in ihren besonderen Fähigkeiten und Bedürfnissen respektiert. Ich kann nicht in Worten ausdrücken, was es mir bedeutet, bei Deepam zu arbeiten und wie glücklich es mich macht, diesen Kindern zu helfen.

 

BabuBabu
Ich bin 2006 zu Deepam gekommen. Ich bin im Nachbardorf aufgewachsen und viele Jahre in Auroville zur Schule gegangen. Inzwischen bin ich Mitglied der Auroville Community. Bei Deepam helfe ich bei der grundlegenden Erziehung unserer Kinder, beim Malunterricht, beim Handarbeiten und Töpfern. Besonders während der Ausbildung habe ich gelernt, mit diesen Kindern umzugehen und dabei auch mehr Klarheit in meinen eigenen Herangehen gewonnen; das hat mir in meinem Leben außerhalb geholfen. Vorher habe ich an verschiedenen Plätzen gearbeitet, aber nirgends gab es diese Art von Teamgeist, den wir bei Deepam haben. Die meisten meiner Kollegen sind älter als ich, aber ich werde mit Respekt behandelt. Selvi und Angelika als Leiterinnen haben eine gute Art, mit uns zu kommunizieren, was uns hilft, unsere Aufgaben perfekt zu erfüllen. Ich bin glücklich, hier zu arbeiten.

 

KayalvizhiKayalvishi
Ich habe gleich nach meiner Diplom-Ausbildung in gemeindenaher Rehabilitation bei Deepam angefangen. Es ist ein wunderbarer Platz für Kinder mit besonderen Bedürfnissen. Sie lernen viele verschiedene kreative Tätigkeiten kennen, es gibt gute Materialien, und es wird bei vielen Gelegenheiten gefeiert. Meine Kollegen und die Volontäre sind sehr talentiert – ich mag jeden hier. Bei Deepam habe ich die Chance, viel zu lernen und mehr Talente zu entwickeln. Danke für diese Chance, an so einem besonderen Platz zu arbeiten!

 

 

kalaimaniKalaimani
Als ich drei Jahre alt war, bekam ich Fieber und Kinderlähmung, die beide Beine betraf und mich körperlich beeinträchtigte. 1992, als ich sechs war, hat eine Gruppe Ausländer einen Spielplatz unter den alten Tamarindenbäumen in meinem Dorf gestartet. Nach der Schule ging ich dorthin; es gab Physiotherapie-Übungen, Ölmassagen, Spiele und Snacks. Man kann mich auf manchen Fotos vom “Old Playground” als dünnen Jungen sehen. Wir bekamen das erste Mal Hilfe und Unterstützung für unsere körperlichen und emotionalen Schwierigkeiten; das werde ich nie vergessen. Ich traf Angelika das erste Mal auf diesem schlichten Platz unter den Bäumen, und es ist umwerfend zu sehen, wie dieses Projekt im Lauf der Jahre gewachsen ist und nun viel mehr Kindern und Jugendlichen aus den umliegenden Dörfern dienen kann. Erst mit 26 bin ich als Teammitglied zu Deepam gekommen. Ich habe ein Diplom in Labortechnik, aber diese Art der Arbeit hat mich nicht befriedigt. Im Augenblick helfe ich bei der Erziehung der Kinder hier, in den Mal- und Handarbeitsstunden und leite Übungen im Schwimmbad. Ich kann den anderen Teammitgliedern von meinen Schwierigkeiten erzählen, und wir finden Lösungen. Es ist schön, mit Gopal zusammenzuarbeiten, der auch Polio hat. Deepam hilft auch, das persönliche Leben von denjenigen zu verbessern, die hier arbeiten. Ich habe viel Freiheiten, meine Ideen umzusetzen und danke Angelika und Selvi für die Möglichkeit dazu.
Zur Arbeit dorthin zurückzukommen, wo ich vor Jahren Hilfe erfahren habe, ist wie Nach-Hause-Kommen!

 

IMG_8952Joyce
Seit Februar 2013 arbeite ich als Physiotherapeutin bei Deepam. Persönlich war das für mich ein große positive Veränderung im Vergleich mit den Arbeitsplätzen, die ich vorher hatte. Ich bin sehr stolz, ein Teil des Deepam-Teams zu sein, weil wir eng zusammenarbeiten und uns gegenseitig unterstützen.
Die Kinder bei Deepam bekommen viele Chancen: Unterstützung für die Gesundheit und bei ihren medizinischen Problemen, Erziehung und sehr viel persönliche Fürsorge. Sie haben die Freiheit, ihre eigene Persönlichkeit auszubilden und erhalten gleichzeitig Anleitung und Unterstützung für ihre Zukunft. Die meisten der Kinder und Jugendlichen, mit denen ich arbeite, haben schwere physische und neurologische Beeinträchtigungen und es ist wichtig, dass die Physiotherapie-Übungen regelmäßig gemacht werden. Ich versuche auch, die Eltern zu motivieren, ihre Kinder zu unterstützen. Tag für Tag sehen ich Fortschritte bei meinen Patienten, das macht mich sehr glücklich.

 

TamilTamil
Ich habe 2013 bei Deepam angefangen und zuerst ein paar Stunden pro Woche die Buchhaltung gemacht, das ist mein Beruf. Nach einer Weile bin ich weitere Aufgaben im Büro übernommen, zum Beispiel auch in die Löhne und das Bearbeiten von Fotos. Nach und nach habe ich auch bei den Gruppenaktivitäten mit unseren besonderen Kindern mitgeholfen, etwa bei Spielen, und habe bei der wöchentlichen Yoga-Sitzung assistiert. In den letzten Jahren habe ich dann AVIVA gelernt, eine Sequenz von besonders gesunden Übungen für Frauen. Ich habe diese Methode inzwischen allen weiblichen Team-Mitgliedern von Deepam beigebracht. Einmal in der Woche hüpfen wir und bewegen uns zusammen und schwitzen und lachen viel.
Hier bekomme ich die Gegegenheit, meine eigenen Talente zu entdecken und zu entwickeln. Die Deepam-Schule ist ein großartiges Projekt – etwas hier berührt mich tief, wahrscheinlich, weil ich auch aus einem Dorf in der Gegend hier komme und manche unserer Kinder von Geburt an kenne. Früher hat sich niemand um sie gekümmert, sie hatten keine Freunde und saßen herum wie Bettler. Diese Kinder aus meinem Dorf sind sehr glücklich und profitieren so sehr von Deepam. Ich möchte mich bei allen bedanken, die dieses Projekt möglich gemacht haben!

 

  CathyCathy

In Frankreich habe ich als Beschäftigungstherapeutin mit Erwachsenen gearbeitet. In den letzten Jahren habe ich verschiedene Teams koordiniert und war Direktorin in mehreren Heimen, wo körperbehinderte Erwachsene leben und Pflegeleistungen und wichtige individelle Unterstützung bekommen.
In Auroville bin ich mit meinem Mann im März 2015 angekommen, um in dieser internationalen Gemeinschaft zu leben. Wir haben dieses neue Leben gewählt, weil wir größere persönliche Achtsamkeit und Harmonie mit unserer Umwelt entwickeln wollen.
Ich habe Deepam als meinen Arbeitsplatz ausgesucht, weil hier positive Energie ist und meine Kollegen sehr aufmerksam und empathisch gegenüber den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien sind. Ich möchte all meine Fähigkeiten im Dienst für diese Kinder und das Deepam-Team einbringen. Für mich ist das eine neue Erfahrung, weil ich nie zuvor mit Kindern geabeitet habe. Ich bin auch dabei, Indien und seine Kultur zu entdecken, die unterschiedlichen Gewohnheiten und die unterschiedliche Art der Organisation und des Umgangs miteinander.
Bei Deepam kann ich auch meine eigene Leidenschaft für Handarbeit und Handwerk nutzen – die sehr mit meiner Berufserfahrung verbunden ist – und sie für die handwerkliche Ausbildung der Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen zu nutzen. Ich konnte zum Beispiel eine neue Technik des Makramee-Knüpfens einführen, die ihnen hilft, gleichzeitig ihr Gedächtnis und ihre feinmotorischen Fähigkeiten zu entwickeln. Mein tiefer Wunsch ist, sie beim Aufblühen zu begleiten – in ein Leben voll Würde und Autonomie, Respekt, Vertrauen und Selbstbestimmung, in dem sie fähig sind, ihre Alltagsroutinen unabhängig zu bewältigen: das Waschen, Anziehen und Essen und darüberhinaus die Fähigkeit, ihre Zeit, ihre Termine, die Arbeit und die Freizeit zu bewältigen. Bei Deepam sehe ich es als meine Pflicht, diese Kinder und Jugendlichen anzuleiten, ihre Fähigkeiten zu entwickeln.

 

Rani, Vanitha, Manjula and BaskaranVanitha, Manjula, Rani und Baskaran
Vanitha, Rani und Manjula sind die wunderbaren Frauen, die exzellent für die Reinigung des ganzen Gebäudes sorgen. Sie bereiten Snacks für unsere Kinder und den traditionellen indischen Milchtee für das Team zu und waschen nach dem Mittagessen ab.
Manjula kam 2011 zu uns, Rani 2014. Beide sind Oberhäupter ihrer eigenen Familien und ziehen ihre halbwüchsigen Kinder ohne Unterstützung ihrer Ehemänner auf. Sie sind bei der Arbeit sehr unabhängig und zuverlässig.
Vanitha hatte früher unsere Ganztagsgruppe besucht. Sie hatte einige Operation wegen ihrer schwachen Sehfähigkeit und muss eine starke Brille tragen. Seit Januar 2010 ist sie bei uns angestellt. Da war sie 23. Sie ist sehr stolz, Teil unseres Teams zu sein, und wir sind sehr glücklich, sie bei uns zu haben!
Baskaran ist der Fahrer unseres Schulbusses. Die Straßen in manche der Dörfer sind schlecht, und der Van braucht ständige Wartung und Pflege. Es ist eine hohe Verantwortung, Kinder und Jugendliche mit ganz unterschiedlichen Behinderungen im selben Fahrzeug zu haben. Baskaran ist der erste, der morgens kommt und der letzte, der abends geht. Er ist zuverlässig und pünktlich, was für einen sanften Start in unseren Tag bei Deepam sehr wichtig ist.